Liebe Pilgerfreunde ! Sie gehen auf der Via Podiensis, dem Weg ausgehend von Le Puy-en-Velay, mit einer Länge von 1600km. Es ist der Weg eines christlichen Pilgrermarsches, der im Xe. Jahrhundert erstmale gegangen wurde.
Pilgerschaft auf dem Jakobus von Compostela weg
Eine Pilgerschaft ist universell:
Sie tritt immer wieder im Laufe der Geschichte des Menschen auf und dies in allen
Religionen, in allen Kontinenten. Der Pilger wird ein Fremder im
anderen Land, er verläßt seine famitiäre Welt, verliert seinen Sozialstatus und
seine hierarchischen Beziehungen... und lernt so sich selbst kennen mit all seinen
Grenzen, und oft lernt er genau diese zu überspringen.
Jede Pilgerschaft steht in direkter Verbindung mit unserem Weg auf dieser Erde, von dieser Erde zum Himmel. Sie erinnert uns daran, daß diese Erde für uns nur ein Übergang auf unserem Weg zur letztendlichen ewigen Heimat ist. Ein Weg voll aktivem Warten, Gott zu begegnen und mit Ihm in ewige Einheit zu treten.
Schätze einer Fußwallfahrt
1. Eine Fußwallfahrt bezieht die
ganze Person mit ein: Körper und Geist.
2. Indem man das Notwendige im
Rucksack mit sich trägt, macht man sich frei von allem Überfluß.
3. Man kostet die Stille, den Frieden und die Schönheit der Schöpfung Gottes.
4. Ein solcher Bittgang ist eine
Geduldsschule. Es handelt sich, genau wie im Leben, Tag für Tag mutig
weiterzugehen.
5. Die einfachen Dinge des Lebens
bekommen einen anderen Geschmack: trinken, sich waschen, ein Lächeln auf dem
Weg zu empfangen etc. Man lernt ebenso die gegenseitige Hilfe und Unterstützung:
den Weg beschreiben, die Nahrung teilen usw.
6. Die Wallfahrt ist eine Schule der
Gleichheit: reich oder arm, Gelehrter oder nicht... es geht darum, geduldig und
demütig weiterzugehen.
7. Weiters ist eine Pilgerschaft eine
Möglichkeit für tiergründige Begegnungen, sei es mit anderen Pilgern oder auch
mit den Bewohnern der verschiedenen Orte auf dem Weg.
8. Die Wallfahrt öffnet das Herz für Gott: "Herr, ich schenke Dir Zeit, ich mache Platz
für Dich ! Wandle mich, gib
mir Dein Licht."
9. Der Weg bietet die Zeit für das
Gebet, mit Hilfe zahlreicher heiligen Stätten (Kirchen, Heiligtümer); sowie
auch mit Hilfe der festgehaltenen Zeugnisse unzähliger Brüder, die über 10
Jahrhunderte lang diesen Weg begingen.
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Auf dem Weg zum
Hl. Jakobus...
Wer ist der Hl Jakobus ? Jakobus, einer der 12 Apostel Jesu',
ist der ältere Bruder des Apostels und Evangelisten Johannes. Sohn des
Zebedäus, Fischer auf dem See von Galiläa gemeinsam mit seinem Vater. Jesus gab
ihm, wie auch seinem Bruder, den Beinamen Boanerges (Donnersohn).
Dieser Name weist auf einen stürmischen, feurigen, entschlossenen und kühnen
Charakter hin.
Jakobus gehört, gemeinsam mit Petrus und Johannes, zu den "Engsten Jesu"; die bevorzugte Zeugen wichtiger Ereignisse Seines Lebens wurden: der Auferweckung der Tochter des Jairus, der Transfiguration (Darstellung des Herrn) und der Agonie Jesu am Ölberg. Der Tradition gemäß hat er Spanien evangelisiert.
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Laut der Apostelgeschichte stirbt er in Jerusalem den
Martyrertod (zwischen 41 und 44). Er wurde auf Befehl des Königs Herodes geköpft.
Wie Stephanus der erste martyrisierte Christ ist (im Jahre 35), so ist
Jakobus der erste Apostel, der sein Blut für den Herrn Jesus vergoß.
Als die Jünger Jesu vor der
Verfolgung flohen, brachten sie den Leib des Jakobus in einem Boot an die Orte,
die er selbst evangelisiert hatte. Sein Grab entdeckte man im IX.
Jahrhundert in Compostela. Seit dem Jahr 1000 ist Compostela, mit Rom, der
Haupt-Wallfahrtsort des wesdichen Abendlandes geworden.
Auf dem Weg mit und zu Jakobus...
Der heilige Jakobus hat alles
verlassen, um Jesus nachzufolgen und er hat Ihm sein Leben gegeben. Dieser Pilgerweg ist eine Einladung
dieses Zeugnis des Jakobus zu empfangen und uns demjenigen zu öffnen, für den er geköpft wurde: Christus. Ein Pilger des Hl. Jakobus zu sein,
bedeutet doch, genau wie er, ein Vertrauter Jesu zu sein, ein echter Jünger,
durch einen mutig und großzügig, mit Inbrunst und Treue gelebten Glauben... ganz
nach dem Beispiel des "Donnersohnes".
Der Bischof Compostelas ermutigt uns, miteinander auf dem Weg zu sprechen: 'Der Jakobusweg soll ein "Weg der Brüderlichtfckeit" sein, in seinem Ausmaß, seiner Zeit und seinem geistlichen Umfelt, wo die Katholiken Zeugen ihres Glaubens und ihrer Hoffmung werden. Sie fördem den ökumenischen Dialog mit ihren Glaubensbrüdem, mit den Mitgliedem anderer Religionen, und auch mit denen, die nicht in der Freude des Glaubens leben und die suchend, während des Weges, sich und anderen Fragen stellen.' (Pastoralbrief zun heiligen Jahr Compostellas 1999)
Der Weg ab "Le Puy-en-Velay" oder Etappenstop "Le Puy"
Der erste historisch bekannte Pilger
war Godescalc, der von 927 bis 962 Bischof von Le Puy-en-Velay war Im Jahre 951 geht er
"in Eile bis zur äußersten Grenze Galiciens, um demütig die Barmherzigkeit Gottes
und die Hilfe und das Gebet des Apostels Jakobus zu erbitten". Bei seiner
Rückkehr war er sicherlich, wie die Pilger heutzutage, voll Eifer und ließ eine
Kapelle auf dem Felsen Aiguilhe im Jahre 962 erbauen. So lud er die Pilger,
ausgehend von Le Puy-en-Velay dazu ein, ihren Weg dem Gebet Mariens und dem Erzengel
Michael anzuvertrauen.
Le Puy-en-Velay ist eines der ältesten Marienheiligtümer Europas. Seit dem V. Jahrhundert kommen unzählige Pilger hierher, um ihre Sorgen der Gottesmutter Maria anzuvertrauen. Gott wollte durch eine Jungfrau zu uns kommen.
Die Statue "Unserer Lieben Frau von Le Puy-en-Velay" zeigt es uns. Wir können
uns von ihr leiten lassen, uns ihrem Gebet anvertrauen. "Frau": Jesus nennt Maria in
Wiederaufnahme des Buches Genesis, "Frau". Maria geht an unserer Seite, sie, die demütige und treue Dienerin.
"Jungfrau": Maria ist ganz auf den
Himmlischen Vater hingerichtet und sie führt uns zu ihrem Sohn Jesus. "Mutter": als Mutter achtet Maria
auf unser stetes Wachsen als Kinder Gottes, genau wie sie auf Jesus geachtet hat.
Wenn die Sonne am Himmel strahlt, so
ähneln die Farben unserer Gesichter derer von Jesus und Maria ! Der Sohn Gottes
ging auf dieser Erde, genau wie wir, unter der brennenden, heißen Sonne... und
seine Mutter ging an seiner Seite. Er gab für uns sein Leben hin, er nahm für uns den Tod am Kreuz auf sich. Maria lädt uns dazu ein, Seine Liebe zu
empfangen; Liebe, die Quelle des Lichtes und des Friedens ist.
"Die Gottesmutter wird Ihnen die gauze
Pilgerschaft über helfen, die Kirche besser kennen - und lieben zu lemen. Die
Kirche, die Sie so sehr braucht ! Maria wird Ihnen den Weg der größten Liebe
weisen... kurzgesagt: wie man ein Heiliger in diesen,
unseren Zeiten ist" (Mgr Brincard,
Bischof von La Puy-en-Velay)
Das Heiligtum des Hl. Michael (St Michel d'Aiguilhe) will uns daran erinnerm, daß wir auf die Präsenz und Hilfe der Engel, unserer unsichtbaren Wegbegleiter, zählen können. Sie wachen über uns, auf daß "unser Fuß nicht an einen Stein stoße". (Mt 4.6)
Möge diese Wallfahrt Sie erneuern ! Wie ein Pilger treffend bemerkte: Man nimmt nicht den Jakobusweg... er ist es, der einen nimmt ! Mögen der Hl. Jakobus, Unsere Liebe Frau und der Hl. Michael für Sie am Thron des Allerhöchsten Fürsprache halten !
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Der Heilige Jakobus:
Der Weg ab: Le Puy-en-Velay (via Podiensis). 1600km lang. Er ist sehr beliebt denn:
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Das ehemalige Sommerferienhotel der Zwanziger Jahre mit am Fluss Allier gelegenen Park trägt den hübschen Namen Gasthof L'Etoile und dient heute als gemütliche Herberge. Es befindet sich in La Bastide-Puylaurent inmitten der für Südfrankreich typischen Berge; zwischen der Regionen Lozere, Ardeche und den Cevennen. Auch die Fernwanderwege GR70 Stevensonweg, GR7, GR72, Le Cevenol, Roujanel Rundweg, Montagne Ardechoise Rundweg, Margeriderundweg, Regordaneweg (St Gilles-Weg) sowie der "Schluchtenweg" entlang dem Fluss Allier verlaufen in unmittelbarer Nähe. Ideal für einen entspannten Urlaub.
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